Anliegen und Stil

„Das Feuer neu entfachen” – in digitaler Form

Für manche*n wird das vermutlich zunächst fremd und gewöhnungsbedürftig sein.

Am besten wir beschreiben einfach mal, was wir uns gedacht und für Sie vorbereitet haben:

  • Die Seite „Zum Kennenlernen – 1. Woche” bietet Ihnen die Möglichkeit, Art und Stil dieses Angebotes kennen zu lernen.
    Hier finden Sie die Impulse zur 1. Woche des 8-wöchigen Kurses.
    Sie haben so die Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen und erste Erfahrungen zu sammeln.
  • Am Anfang jeder „Woche” steht eine thematische Einführung. Der daran anschließende Text lädt Sie zum Beten ein – und das nachfolgende Video stellt das Thema der Woche vor …
  • Nach diesem Einstieg haben Sie die Möglichkeit, dass, was Sie gehört haben, zu vertiefen. Nehmen bzw. schenken Sie sich dafür Zeit.
    Gedacht ist, sich mindestens 3 mal in der Woche eine „Auszeit” zu gönnen und sich mit einer Bibelstelle und dem dazu gehörenden Text aus dem “Teilnehmerheft” zu beschäftigen.
    (Mehr zum “Teilnehmerheft” und wie Sie dieses erwerben können, unter „Interesse an mehr”)

Für sich allein oder mit anderen …

  • Die 8 Etappen des „Glaubensweges“ können Sie für sich alleine gehen …
  • Ebenso besteht aber auch die Möglichkeit zum Austausch mit anderen, die sich wie Sie auf diesen Weg begeben wollen:

Zusammen mit anderen …

  • etwa mit Interessierten in Ihrer Nähe (vielleicht sprechen Sie mögliche Interessierte in Ihrem Umfeld an und verabreden sich mit ihnen. In diesem Fall gehen Sie den gemeinsamen Weg in eigener Regie).
  • Oder Sie verbinden sich mit anderen per Telefon- oder Videokonferenz. Dann sollten Sie sich bei uns melden
    (sobald sich 8 Interessierte gemeldet haben, wird von uns eine Gruppe initiiert und begleitet).

Hinweise zur persönlichen „Auszeit”

Es tut gut, sich während der Zeit des Kurses regelmäßig – und zwar mindestens 3 x die Woche – eine kleine Auszeit zu nehmen.

Dazu empfehlen wir für jede Woche 3 Texte aus dem „Teilnehmerheft”, die Sie bei der jeweiligen Woche finden.
(Im Teilnehmerheft selbst findet sich solch ein Impuls nicht nur für drei Tage, sondern für jeden Tag der Woche.)

Passend zu unserem Anliegen – eine Erzählung:

Von dem Dichter Rainer Maria Rilke wird berichtet, dass er während eines Aufenthaltes in Paris regelmäßig mit einer jungen Französin spazieren ging. Dabei kamen sie immer an einer Bettlerin vorbei: Stumm, starr, unbeweglich und unbeteiligt saß diese auf einem Mauerstück und streckte ihre leere Hand aus. Zu keinem Geber sah sie auf. Sie bat nicht und dankte nicht.

Während nun die Französin die Bettlerin stets mit einer ansehnlichen Gabe bedachte, spendete Rilke nichts. „Man müsste ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand“, sagte er zu seiner Begleiterin, als diese sich über sein Verhalten wunderte. Am nächsten Mittag trug der Dichter eine kaum erblühte weiße Rose zwischen den Spitzen seiner Finger. Über das Gesicht der Freundin lief Freudenröte. Sie dachte: „Mir eine Rose aus der Hand von Rainer Maria Rilke!“

Doch sie bekam die Rose nicht. Bei der Bettlerin angekommen, legte Rilke die weiße Rose in die geöffnete Hand der alten Frau. Da geschah, was bisher noch nie geschehen war: Die Bettlerin sah zum Geber empor. Mehr noch: Sie stand auf, griff nach der Hand des fremden Mannes, küsste sie und ging mit der Rose fort.

Eine Woche lang blieb der Platz, an dem die Frau gebettelt hatte, leer. Doch nach acht Tagen saß die Bettlerin wieder wie gewohnt auf dem Mauerstück: stumm, starr, unbeweglich, unbeteiligt. Und während die Rilke-Freundin erneut eine Münze – größer als je zuvor – in die ausgestreckte Hand legte und die Bettlerin diese ohne innere Beteiligung zu sich nahm, gab Rilke nichts. Und auf die Frage der Freundin: „Wovon hat sie denn all die Tage, da ihr niemand Geld gab, gelebt?“, gab Rilke zur Antwort: „Von der Rose!“