Neuigkeiten / Hinweise

„Dich schickt der Himmel!“- Existenzielle Kommunikation in Betreuung, Pflege und Therapie

Impulstag zur Förderung von Mitarbeitern caritativer Einrichtungen

Die Vallendarer WeG-Initiative bot erstmals einen eigens für Mitarbeiter*innen kirchlicher Einrichtungen konzipierten Tag an. „Dich schickt der Himmel“, lautete das Motto.

„Wie gut, dass du da bist! Du bist ein Geschenk!“ So oder so ähnlich lässt sich dieser Veranstaltungstitel übersetzen. Für Menschen mit existenziellen Fragen sind mitfühlende Nähe und wertschätzende Kommunikation die entscheidende Unterstützung, um Orientierung und Halt zu finden. Doch was geht in den sie Begleitenden vor? Die Konfrontation mit der existenziellen Not anderer löst auch in ihnen Prozesse aus. Dem nachzuspüren und darüber ins Gespräch zu kommen, war das Ziel des Tages.

Lauter „Geschenke des Himmels“ waren der Einladung ins Forum Vinzenz Pallotti gefolgt. P. Lenz und ein Team der WeG-Initiative begrüßten eine multiprofessionell zusammengesetzte Gruppe aus Menschen in helfenden Berufen, die in diakonischen Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft tätig sind. Bereits in der Vorstellrunde wurde die große Bandbreite an Erfahrungen sichtbar, die die Teilnehmer aus unterschiedlichen beruflichen Feldern (Beratung, Personalentwicklung, Betreuung, Pflege und Therapie) mitbrachten. Das versprach ein spannender Tag zu werden!

Eisberg trifft Eisberg

Der erste inhaltliche Impuls arbeitete mit dem bekannten Bild des Eisbergs. Dieser wurde zum Symbol dafür, dass unsere Reaktionen auf die Nöte von Anvertrauten immer auch von den existenziellen Fragen und Herausforderungen im eigenen Leben geprägt sind. Diese grundlegende Erfahrung konnten die Teilnehmer anschließend gut mit Beispielen aus ihren jeweiligen beruflichen Kontexten unterlegen und konkretisieren.

Bibel existenziell für heute

Dann wurde es praktisch. Die biblische Geschichte der Emmausjünger wurde auf dem Boden ausgelegt und vor dem Hintergrund der Erfahrungen in helfenden Berufen betrachtet. Eine vielleicht ungewohnte, aber offenbar sehr inspirierende Perspektive: Mit großer Lebendigkeit und Offenheit nutzten die Teilnehmer diesen „begehbaren Erzählraum“, um miteinander über ihre Situation ins Gespräch zu kommen. „Wer selbst gehalten ist, kann sich auf Nähe und Beziehung einlassen und andere halten!“ war eine zentrale Erkenntnis und Erfahrung des miteinander gegangenen Weges.

Die Teilnehmer zeigten sich positiv überrascht, wie gut die Verknüpfung von biblischer Erzählung und beruflicher Erfahrung als Begleiter bzw. eigener Lebensgeschichte gelungen war und wie die „Methode Emmausweg“ in kürzester Zeit einen intensiven und sehr persönlichen Austausch möglich machte. „Das hat persönlich angesprochen und berührt!“ so der Tenor der anschließenden Reflexion.

DA – DU – JA als Halt und Haltung

Nach der verdienten Mittagspause ging es persönlich weiter. Die Frage stand im Raum, was Menschen – die Begleiter ebenso wie die Begleiteten – angesichts des unausweichlichen Leids und der Grenzen im Leben an Unterstützung und Resonanz benötigen.

In verschiedenen Impulsen, einer Zeit der Stille und Besinnung sowie im Austausch untereinander wurde entdeckt und bedacht, dass die Erfahrung von Halt gebender Beziehung und die Achtung von Identität und Würde die Bewältigung existenzieller Herausforderungen wesentlich unterstützen.

In den Worten DA, DU und JA wurde dafür eine einprägsame Kurzformel gefunden, die auch als Beschreibung des innersten Kerns der christlichen Botschaft gelten kann. Dieses DA-DU-JA als Halt im eigenen Leben zu erfahren und dann als Haltung gegenüber den anvertrauten Menschen leben zu können, war ein Wunsch, den man den Äußerungen vieler Teilnehmer entnehmen konnte.

Der geistliche Abschluss lud dann auch dazu ein, sich immer wieder auf die Frage nach dem (existenziellen) Halt im eigenen Leben einzulassen, um fähig zu werden, selbst andere zu halten.

Nach dem Ende des eigentlichen Impulstages waren die Teilnehmer gebeten, ein Feedback zu geben. Die Resonanz war durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden der sinnvolle Methodenwechsel und die vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre. Auch die inhaltlichen Impulse (Eisberg der Kommunikation, Emmausprozess, DA-DU-JA) wurden als hilfreich für das eigene Arbeitsfeld empfunden. Viele der Teilnehmer nahmen sich vor, mit Kollegen über ihre Erfahrungen an diesem Tag zu sprechen und die Veranstaltung weiterzuempfehlen.

Inzwischen stehen Termine für zwei Wiederholungsveranstaltungen in Vallendar fest und zwar am 16. und 31. März 2020. Für einen weiteren Impulstag im Raum Trier steht der Termin noch nicht fest.

Wie schon bei der ersten Veranstaltung sind die Teilnehmer auch an diesen Tagen unsere Gäste.


Vera Kessler, 
WeG-Initiative Vallendar
Fotos: Privat

MEHR LEBEN ENTDECKEN – Eine Ausstellung, die betroffen macht – „Gott hat mir den Hinweis gegeben, an mich selbst zu glauben.“

Resonanz auf 4 Wochen Erlebnissausstellung zur Seligsprechung von Pater Richard Henkes

MEHR LEBEN ENTDECKEN – Eine Ausstellung, die betroffen macht

Das Leben des am 15. Sept. d. J. selig gesprochenen Pallottiners Richard Henkes lässt einen nicht kalt. Dass er den Machthabern im 3. Reich die Stirn bot und am Ende freiwillig typhuskranke Mitgefangene pflegte, stellt einen über kurz oder lang vor die Frage: „Wie hätte ich an seiner Stelle gehandelt? Hätte ich seinen Mut gehabt?“ (mehr …)

Er hat es getan! – „Abgerungen“ – Ein-Personentheater über Pater Richard Henkes begeistert die Zuschauer

Warum entscheidet sich ein Mensch, sich der Gefahr auszusetzen sich selbst mit einer tödlichen Krankheit anzustecken? – Warum sagt und tut er Dinge, die den Machthabern nicht gefallen und ihn ins Gefängnis und schließlich ins KZ bringen? Was treibt ihn dazu?

Leben, Ringen und Zweifeln grandios ins Wort gebracht von Boris Weber (Autor und Regisseur) und Frank Musekamp (Schauspieler): Das war der Donnerstagabend in der Pallottikirche in Vallendar.

 

Ein junger Mann – in Punkeroutfit – versucht, sich dem Leben und Wirken von Pater Henkes zu nähern und gerät selbst zunehmend in dessen Bann. Er ist beauftragt ein Stück zu schreiben über Pater Richard Henkes, der im Februar 1944 im KZ Dachau starb. Nun soll er selig gesprochen werden. Tut der junge Mann es zunächst des Geldes wegen, fasziniert ihn Henkes doch immer mehr: Einer, der sein Leben hingibt für Kranke, die ihm fremd sind. Einer, der sich mit den Mächtigen anlegt, dessen Credo ist: „Einer muss ja die Wahrheit sagen.“  Einer, der gegen Euthanasie predigt und sie als das benennt, was sie ist: „Mord an Wehrlosen“.

„Das verlangt Respekt!“, so der junge Mann in dem Stück. „Das Warum tritt in den Hintergrund und er (Henkes) entschließt sich radikal für Gott und findet Zuflucht bei ihm… mit allen Konsequenzen“. Richard Henkes hat sich dazu auch erst durchgerungen – nicht ohne großen Kampf – keine leichte Entscheidung.

Ob dies ein Weg für alle ist, lässt das Stück offen. Aber es inspiriert, darüber selbst ins Nachdenken zu kommen. Die Fragen sind heute so aktuell wie damals: Wahrheit in Zeiten von Fake-News; Einstehen für seine Überzeugung gegen den Zeitgeist; Umgang mit Kranken, Hilflosen, Menschen mit Behinderung… In vielem finden sich Parallelen. Und wenn man auf die Zuschauer sah, war auf manchem Gesicht die Frage zu sehen: Wie würde ich mich entscheiden?

Am Ende geht Henkes in die Typhus-Baracke, die Tür schließt sich. Stille….

In der Pallotti-Kirche kann man eine Stecknadel fallen hören, bis nach einigen Minuten nicht enden wollender Beifall einsetzt, der die über 150 Besucher nicht auf den Stühlen sitzen bleiben lässt.

Gerührt und ebenfalls sichtlich ergriffen bedankten sich Pater Hubert Lenz und Sonja Kirst beim Autor und Regisseur Boris Weber aus Neuwied und dem Schauspieler Frank Musekamp für ihr Engagement und die beeindruckende Inszenierung.

„Biographien solcher Menschen hören sich ja oft glatt an. Das Stück hat es geschafft, das Leben und Ringen von Pater Henkes deutlich sichtbar zu machen. Es war grandios. Der ganze Mensch wurde für mich lebendig“, so ein sichtlich berührter und begeisterter Besucher der Uraufführung.

Beim anschließenden Umtrunk nutzten viele Besucher die Gelegenheit mit Autor und Schauspieler, aber auch untereinander ins Gespräch zu kommen. Dabei war vor allem immer wieder zu hören: „Grandios und sehr beeindruckend. Ich bin froh, dass ich hier war.“

Schon am nächsten Tag kamen trotz Hitze, stehender Luft und schönstem Biergartenwetter über 400 Personen zu zwei Aufführungen in Lahnstein, die sich ebenso berührt und beeindruckt zeigten, wie das Publikum am Vorabend.

Die Seligsprechung erfolgt am 15. September 2019 um 14:00 Uhr im Dom zu Limburg.

Andrea Windirsch
Fotos: Winfried Scholz

Einen Ausschnitt (Trailer) aus dem Stück, finden Sie hier (YouTube) ca. 5 min.
Weitere Ausschnitte mit einem Interview mit Boris Weber (Autor) hier

Weitere Aufführungstermine hier

 

  • Weitere Informationen zur Biographie von Pater Henkes: hier
  • Interesse, dass Stück auch bei Ihnen aufführen zu lassen?
    Setzen Sie sich mit uns in Verbindung: 
    Näheres zu Voraussetzungen vor Ort und Kosten: hier

Seligsprechung von P. Henkes wirft ihre Schatten voraus – Interview mit “Kirche in Not”

Ein Leben für Gott und die Mitmenschen: Pater Hubert Lenz sprach mit der TV-Redaktion von “Kirche in Not” über das Leben von Pater Henkes:
ein kurzer, beeindruckender Einblick in Leben, Wirken und Spiritualität des Märtyrers der Nächstenliebe.
Das Gespräch wird Anfang September in mehreren Sendern ausgestrahlt werden. Bereits jetzt ist es jedoch in der Mediathek von Kirche in Not abrufbar: hier (ca. 25 min).

Termine der Fernsehsendungen: hier

Die Seligsprechung am 15. September um 14:00 Uhr im Dom zu Limburg wird auf die Domplatte und in die Stadtkirche übertragen.
Darüber hinaus wird ein Livestream verfügbar sein. Nähere Informationen hierzu in Kürze.

Schon am 22.08.2019 findet in der Pallotti-Kirche in Vallendar die Uraufführung des Ein-Personen-Theaters “Abgerungen” statt:
Ein junger Mann entdeckt im Zuge der Seligsprechung seine Begeisterung für Leben und Wirken von Pater Henkes. Die Auseinandersetzung damit fordert ihn heraus, über sein Leben neu nachzudenken und das eigene Ringen und Fragen auch an die Zuschauer weiterzugeben.

Bereits ab Freitag 16.08.2019; 15:00 Uhr kann dort auch Erlebnis-Ausstellung MEHR•LEBEN•ENTDECKEN• – interaktiv auf den Spuren von Pater Richard Henkes in der Pallottikirche besucht werden.

Mehr Informationen hier

Alle Termine und Veranstaltungen in der Übersicht hier

Uraufführung des Ein-Personen-Theaters „Abgerungen“

Zur Übersicht Pater Richard Henkes

Einen Ausschnitt (Trailer) aus dem Stück, finden Sie hier (YouTube) ca. 5 min.

Ein junger Mann entdeckt im Zuge der Seligsprechung des Pallottiner-Paters Richard Henkes (gestorben 1945 im KZ Dachau) seine Begeisterung für dessen Leben und Wirken. Die Auseinandersetzung damit fordert ihn heraus, über sein Leben neu nachzudenken und das eigene Ringen und Fragen auch an die Zuschauer weiterzugeben.

Boris Weber
Boris Weber
Frank Musekamp
Frank Musekamp

Boris Weber, der Autor des Stückes, schreibt dazu: „Meine Bewunderung ist groß! Wie kann ein Mensch sein Gottvertrauen, seine Liebe und sein Wirken derart in Gottes Hände legen? Wie sehr muss man mit sich ringen, um sich tatsächlich – den nahezu sicheren Tod vor Augen – auf Gottes Klopfen und Rufen einzulassen! Mir selbst gelingt dieses Ringen schon oft im Kleinen nicht. Das lässt meine Bewunderung für Pater Henkes, der es in seinen Entscheidungen nicht an Entschiedenheit fehlen ließ, nur noch größer werden.“
Gespielt wird das Stück von Frank Musekamp, Bonn.

Probenimpressionen

    

Interaktive Erlebnisausstellung vom 16.08.  – 22.08. 2019

In den Tagen vorher kann zudem die Erlebnis-Ausstellung MEHR•LEBEN•ENTDECKEN• – interaktiv auf den Spuren von Pater Richard Henkes in der Pallottikirche besucht werden. Diese ist von Freitag, 16.08.2019, 15:00 Uhr bis Donnerstag, 22.08.2019, 19:00 Uhr geöffnet.

Die Perspektiven von Pater Henkes erfahrbar zu machen, ist das Ziel dieser Ausstellung. Jugendliche und Erwachsene werden an kreativ und lebensnah gestalteten Stationen angeregt, sich mit Sinn- und Lebensfragen von Pater Henkes zu beschäftigen, die auch heute noch Gültigkeit haben.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, Spenden erbeten – Einfach kommen….

Mehr Fotos finden Sie in der Bildergalerie: hier

Weitere Veranstaltungstermine und Orte hier

 

Kirche kann wachsen! „Geht nicht – gibt’s nicht“ – LIVT Erlebnistag in Vallendar

Georg Plank begrüßt die Gäste
Georg Plank begrüßt die Gäste

„Ich hoffe, dass Sie am Ende des Tages mit der begründeten Hoffnung nach Hause fahren, dass Aufblühen, Wachstum und Frucht tragen möglich sind.“ So begrüßte Georg Plank, der Leiter von „Pastoralinnovation“ die von nah und fern angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des LIVT Erlebnistages. Mit den pessimistischen Umfragen und Statistiken will er sich nicht abfinden. Wachstum ist möglich! Das ist die Überzeugung des gesamten Teams von Pastoralinnovation, welches den Tag – unterstützt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der WeG-Initiative „Glaube hat Zukunft“ Vallendar organisiert hat.
Eingeladen waren Pfarrer Michael White, Daniel Miller und Brian Crook, USA, die in ihrer Gemeinde „Nativity“ in Baltimore einen erfolgreichen Neuanfang gewagt haben. (mehr …)

Pater Henkes: Seligsprechung am 15. September 2019

P. Richard Henkes SAC

Das Datum steht nun fest: Pater Richard Henkes wird am 15. September 2019 im Dom zu Limburg selig gesprochen.

Wir freuen uns schon darauf.

Im Rahmen und um das Ereignis herum sind ein Ein-Personen-Theaterstück “Abgerungen” sowie und eine interaktive Erlebnisausstellung (MEHR LEBEN ENTDECKEN) in Vorbereitung.

Mehr zu Pater Henkes, dem Theater-Stück und der Erlebnisausstellung hier

 

„Unterwegs zur Seligsprechung – vielfaches Gedenken zum Todestag von Pater Richard Henkes

Foto: Verena Breitbach

„Heute vor 74 Jahren starb P. Richard Henkes SAC – in diesem Jahr ist sein Todestag ein ganz besonderer Tag, denn am 22.12.2018 hat Papst Franziskus das Sterben von P. Henkes SAC offiziell als Märtyrertod anerkannt“, begrüßte P. Hubert Lenz SAC Interessierte und Mitarbeitende an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Im Rahmen der Gedenkfeier zum Todestag wurde der Lebensweg von Pater Henkes SAC mit seinem mutigen und unmissverständlichen Bekenntnis zur Würde jedes Menschen, seine Zugewandtheit zum Menschen und sein Sterben bei der freiwilligen Pflege Typhuskranker im KZ Dachau gedacht. Dies geschah durch einen Betrachtungstext zum Henkes-Bild von Beate Heinen und einem neu entstandenen Lied zum Leben von Pater Henkes SAC (getextet von: Irmgard Scholz, WeG-Mitarbeiterin).

Foto: Verena Breitbach

Im Anschluss wurde gemeinsam vor dem Saal das Henkes-Bild an einem extra dafür neu gestalteten Hintergrund angebracht. P. Manfred Probst SAC, der 18 Jahre lang für die jetzt  erreichte Seligsprechung geforscht und gearbeitet hat, sprach vor dem Bild das Schlusswort:  „Du sollst ein Segen sein“ – dieser Wunsch Henkes solle weitergetragen werden, so P. Manfred Probst SAC. „Die Menschen sollen herkommen und das Bild betrachten, sie sollen einander zum Segen werden.“

aus der Pressemitteilung der PTHV (Verena Breitbach)

Eine kurze Impression von der Feier hier auf YouTube

 

 

Am Abend folgte noch eine feierlich gestaltete Eucharistiefeier, die ganz im Gedenken von Pater Henkes stand. Der Feier stand P. Manfred Probst vor. Die Predigt hielt P. Hubert Lenz mit dem Thema ” Pater Henkes als Pallottiner”. Im Anschluss folgte noch eine Besinnung: “Pater Henkes lebte das Vaterunser- Gelebtes und gebetetes Vaterunser im KZ als Zeugnis vom Glauben an eine andere Welt”

Eindrücke der Eucharistiefeier und des anschließenden Gedenkens hier auf YouTube

Ein Interview von Domradio.de mit Pater Hubert Lenz zum Thema “Wer war der mutige Prediger” zur geplanten Seligsprechung von Pater Henkes finden Sie hier (Audio ca. 7:30 min) oder hier (als Beitrag)

Pater Richard Henkes SAC war ein Bote der Menschlichkeit und Märtyrer der Nächstenliebe, der während zehn seiner knapp 45 Lebensjahre in Vallendar lebte und davon auch einige Jahre in der heutigen PTHV. Aller Voraussicht nach wird P. Henkes SAC im Herbst dieses Jahres in Limburg selig gesprochen.

Die WeG-Initiative „Glaube hat Zukunft“ an der PTHV hat zu P. Richard Henkes SAC ein thematisches Heft erstellt.

Weitere Informationen hierzu: www.glaube-hat-zukunft.de/henkes.

Menschenwürde und die Sehnsucht nach unbedingter Bejahung: Anknüpfungspunkt und Richtschnur jeglicher Evangelisierung

“Die Selbstverständlichkeit, einer der beiden Großkirchen anzugehören ist vorbei”,  begann vor dem interessiert zuhörenden Publikum der Vortrag. „Christlicher Glaube ist auf dem Rückzug. Er verliert unaufhaltsam an Bedeutung und verdunstet, ist der Eindruck vieler. “Ich glaube nichts und mir fehlt nichts”, sei ein oft zu hörender Satz.

Dem setzte P. Lenz jedoch seine im Laufe der Jahre immer mehr gewachsene philosophische Grundüberzeugung entgegen: „Glauben ist menschlich“.  Damit die Botschaft des Glaubens den Menschen wieder mehr bzw. neu ansprechen kann, müsse sich dieser vor allem anderen in seinen Grundfragen und Grundsehnsüchten betroffen und (persönlich) angesprochen erfahren. Hier liege auch eine in der christlichen Botschaft oft zu wenig ins Spiel gebrachte Ressource: den Menschen gerade auch in seiner Würde, in seiner Einmaligkeit und Freiheit anzusprechen und zu fördern –  seine Sehnsucht nach unbedingter Bejahung nicht ins Leere gehen zu lassen.

Im weiteren Verlauf der Vorlesung entfaltete P. Lenz, was dies konkret für die kirchliche Verkündigung, für Katechese und kirchliche Praxis bedeutet. Dabei zeigte er auf, wie das Eingehen auf existentielle Lebensfragen den Prozess einer persönlichen Aneignung des Glaubens in Gang setzen kann.

Der gesamte Vortrag ist – samt den Schaubildern – auf YouTube verfügbar: hier

Das Schaubild existenzielle Prozesse in einer bereits etwas weiter entwickelten Fassung verfügbar: hier (PDF)

Existentielle Prozesse und deren geistlich-pastorale Begleitung
Existentielle Prozesse und deren geistlich-pastorale Begleitung

Seligsprechung von Pater Richard Henkes jetzt offiziell

P. Richard Henkes SAC – Bild von P. Andy Givel SAC

Die Nachricht ist da: Der Papst hat zugestimmt. Der Pallottinerpater Richard Henkes, der sich im 3. Reich leidenschaftlich für Wahrheit und Menschenwürde, für Versöhnung und Liebe einsetzte, wird seliggesprochen.

Zur Meldung des Vatikans: hier

Stattfinden wird die Seligsprechung in Limburg – vermutlich in der 2. Hälfte 2019.

Auch die Pallottinische Familie und das Bistum  Limburg freuen sich: hier

Und wie von unsichtbarer Hand gefügt, liegen seit Mitte dieser Woche auch das Begleitheft zum Glaubensweg „Mit allen Konsequenzen“ und die dazu gehörende Arbeitshilfe gedruckt vor. Dieses Timing war nicht planbar und hat uns selbst überrascht und erfreut.

So können die Vorbereitungen zur Seligsprechung offiziell beginnen – äußerlich, aber vor allem auch persönlich.

Was gibt es da Besseres, als sich im Lichte der Erfahrungen von Pater Henkes mit den Grundfragen unseres heutigen Lebens- und Christseins zu beschäftigen. Die Themen Wahrheit und Menschenwürde, Versöhnung und Liebe haben nichts an Aktualität eingebüßt.

Glaubensweg “Mit allen Konsequenzen”

Als WeG-Initiative „Glaube hat Zukunft“ haben wir in Zusammenarbeit mit der Pallottinerzeitschrift „Das Zeichen“ in den letzten 18 Monaten einen Glaubensweg zu den genannten Lebensthemen dieses Märtyrers der Nächstenliebe erarbeitet:

„Mit allen Konsequenzen“ –
einsetzbar für Einzelne, Gruppen und Gemeinden.

Redaktionsteam
Das Vallendarer Redaktionsteam staunt über das fertige Heft: Martina Stein, P. Hubert Lenz, Vera Kessler, Andrea Windirsch (auf dem Bild fehlt: P. Edward Fröhling)

Das 64-seitige Heft (A4) und eine Arbeitshilfe mit Vorschlägen zur Gestaltung von Gottesdiensten, Treffen und vielem mehr sind ab 1. Januar 2019 erhältlich (Bestellmöglichkeit hier)

Weitere Infos zum Heft, zu den Begleitunterlagen sowie zum Leben von P. Henkes: hier

Infofaltblatt Henkes als PDF hier
Gedruckt erhältlich unter:
oder 0261-6402-990

Veranstaltungen zu Richard Henkes in Vallendar 2019

„Leidenschaftlich mit allen Konsequenzen“ – Begegnung mit P. Richard Henkes

Ein Glaubensweg über 5 Treffen in der Fastenzeit 2019.
Die Treffen finden jeweils Dienstag abends von 19:30 – 21:15 Uhr statt:

  • Termine: 12.03.2019; 19.03.2019; 26.03.2019; 02.04.2019; 09.04.2019
  • Ort: Forum Vinzenz-Pallotti (theol. Hochschule), Vallendar

Zur Einführung und zum ersten Kennenlernen von P. Henkes und dem Glaubensweg:
Dienstag 26.02.2019 19:30 Uhr
Mittwoch 06.03.2019: 19:45 Uhr (um 19:00 Uhr Gelegenheit zur Eucharistiefeier mit Austeilung des Aschenkreuzes)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Nähere Informationen hier