Glaubenskommunikation und Katechumenale Glaubenswege

Glaubenskommunikation – über Gott und das Leben ins  Gespräch kommen

Glaubende, wie Suchende profitieren von Angeboten, die sie in ihrer persönlichen Verbundenheit mit Gott ansprechen und fördern. Glaubenskurse bzw. Glaubenswege öffnen Begegnungsräume, in denen Austausch ermöglicht und Sehnsucht geweckt wird. Existentielle Fragen brechen auf und Menschen kommen über das eigene Suchen und Glauben lebensbezogen ins Gespräch.

Glaubenswege nach dem Vorbild des Katechumenats für Erwachsene (“katechumenale Glaubenswege”)

Menschen, die als Erwachsene nach der Taufe fragen, durchlaufen einen Vorbereitungsweg, den so genannten Katechumenat. Auf diesem Weg erhalten sie eine erwachsenen-gemäße Hinführung zum christlichen Glauben und in die Gemeinschaft der Kirche:

  • zum persönlichen Gebet
  • zu einer lebendigen Feier der Sakramente
  • zu einem persönlichen und gemeinschaftlichen Umgang mit der Bibel
  • und zu einem Gottvertrauen, das auch in den Herausforderungen des Lebens trägt

Im säkularen Umfeld wird deutlich: Auch Getaufte benötigen geistliche Impulse, um ein persönliches Ja zu Taufe und Glauben zu sprechen und in ihrer Verbundenheit mit Gott zu wachsen. Das Leben aus der Taufe muss sich Hier und Jetzt stets neu ausgestalten.

Glaube als Beziehung und lebenslanger Prozess

Insbesondere Erwachsene

  • werden immer wieder zu „Anfängern“, zu Lernenden und Suchenden im Leben und Glauben.
  • sind mit neuen Situationen konfrontiert, die Bisheriges in Frage stellen.
  • werden stets neu herausgefordert sich weiterzuentwickeln – im persönlichen Glauben und in der Art, wie sie miteinander Kirche sind / gestalten.

Als Christen und Suchende Christus neu entdecken

Ich habe dich bei deinem Namen gerufen

Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.

Ich sage ja zu Dir, Gott.

Ich sage Ja zu Dir, Gott.

Katechumenale Glaubenswege begleiten den persönlichen Weg zur bzw. aus der Taufe.
Sie unterstützen Erwachsene

  • mit anderen über das eigene Suchen und Glauben ins Gespräch kommen
  • Gottes Gegenwart und Zuspruch persönlich erfahren
  • die Lebens- und Alltagsrelevanz des Glaubens zu erfahren
  • ein persönliches Ja zu Gott und Glaube sprechen
  • Leben aus dem Hören auf das Wort Gottes gestalten
  • in ein persönliches Beten
    und eine lebendige Feier der Sakramente hineinwachsen
  • die eigene Sendung entdecken:
    Leben und Glauben mit anderen zu teilen
    (jeweils gemäß der persönlichen Gaben und Charismen)

Katechumenale Glaubenswege entfalten das Potenzial der Taufe für den persönlichen Glauben und das Kirchesein vor Ort.

Wachstumswege nach dem Vorbild biblischer Glaubensbiografien

Die Verbundenheit mit Gott wächst in Schritten. In biblischen Glaubensprozessen lässt sich ein wiederkehrendes Muster erkennen, z. B. bei Maria(vgl. Lk 1, 26-38)

Zuspruch:
Sei gegrüßt, du Begnadete… du hast bei Gott Gnade gefunden
Einwand:
Wie soll das geschehen…?
Beistand:
Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
Antwort:
Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.

 

Die Vallendarer Glaubenswege folgen dieser Dynamik.

Das Konzept der Vallendarer Glaubenswege

Die Vallendarer Glaubenswege verstehen sich als katechumenale Glaubensprozesse.
Sie haben nicht nur das Wachstum von Einzelnen und Gruppen, sondern auch die Entwicklung von Gemeinden/der Gottesdienstgemeinde im Blick.Katechumenale Glaubensprozesse im Gesamt der Pastoral

  • sind nicht etwas Zusätzliches, sondern etwas Grundlegendes
  • gehen an die Wurzeln und Quellen von Glaube und Kirche
  • wollen diese stärken und für die Entwicklung der Kirche vor Ort fruchtbar machen
  • sollten ebenso selbstverständlich und regelmäßig angeboten werden wie Erstkommunion- und Firmvorbereitung

Katechumenale Glaubenswege eröffnen pastorale Chancen

Diese persönlichen und gemeinschaftlichen Glaubenswege

  • unterstützen das innere (Zusammen-) Wachsen neuer pastoraler Einheiten
    und tragen zu deren geistlicher Profilbildung bei
  • schaffen Erfahrungsräume für Begegnung und Kommunikation im Glauben
  • vermitteln eine neue Sensibilität für Gott – im persönlichen Leben und im Leben der Kirche vor Ort
  • unterstützen einen grundlegenden pastoralen Perspektivwechsel:
    Kirche baut auf Taufe auf
  • legen geistliche Grundlagen für Kirchenentwicklungsprozesse mit dem Ziel

Jesus Christus wird immer mehr zum Zentrum des Lebens der Kirche vor Ort.

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